Sonntag, 8. November 2009

La Kuttner in Düsseldorf

Wer kommt schon auf die Idee für eine Lesung von München nach Düsseldorf zu fahren? Eigentlich doch keine_r, außer mir natürlich!
Erstmal für Mona und mir wenige Tage vorher ein, dass wir ja noch ein gemeinsames Geschenk organisieren könnten. Die Überlegungen waren teilweise wahnwitzig, allerdings nicht sonderlich effektiv und so kamen wir am Ende zu einer Kiste, in die jede_r ein kleines Geschenk legen konnte und einen Teddy. Ich steuerte ein Bild von Moneybrother (der trotz aller gegensätzlichen Meinungen aussieht wie Brad Pitt!) bei und war ausführende Kraft für Mannis Gruß (für den ich einen Tag vor der Fahrt noch eine Zigarette im msb schnorren musste).
Nachdem ich in der Nacht vorher noch Mannis Gruß, Fahrkarten und diverse Wegbeschreibungen ausgedruckt hatte, sowie meinen Rucksack für die nächsten 3 Tage gepackt hatte, begann meine Zugfahrt (über Frankfurt oder so) und ich kam schließlich am Kudamm, der Düsseldorfer Hauptstraße und meinem Ziel, an. Inzwischen hatte ich schon mehrere SMS von Mona erhalten, die bereits Stunden früher da war und mit Michael aka Snickerman und Tiberius aka Frank unsere Sitze in den ersten Reihe beanspruchte. Nicht ganz problemlos, da nur 2 Stühle in der 1. Reihe und 3 Stühle in der 2.Reihe standen, wir allerdings 6 Personen waren. Außerdem wurden sie wohl von den Veranstalter_innen seltsam angeschaut, als sie gefragt hatten, ob sie sich schon hinsetzten könnten, Stunden bevor die Lesung begann.
Nun stand ich also auf der Kö. Etwas ratlos, denn von der Mayerischen Buchhandlung war nichts zu sehen, obwohl ich laut Wegbeschreibung direkt davor stand. Wer kann auch ahnen, dass der Eingang nicht, wie die Adresse sagt, direkt auf der Kö ist, sonder erst um die nächste Ecke? Also lief ich erstmal ein bisschen in die falsche Richtung um schließlich doch den Eingang zu finden. Dank Mona wusste ich auch, dass ich in den 1. Stock musste um meine Karte abzuholen. Also nur noch Sonnenbrille und Mütze auf und von der ebenso gekleideten Mona empfangen werden. Karte holen und in den 3. Stock, wo die Lesung stattfand fahren. Dort traf ich auf Michael, Tiberius war gerade Red Bull besorgen und das Stuhlproblem hatte sich inzwischen gelöst (ein Stuhl wurde ohne Genehmigung von der 3. in die 1. Reihe gestellt).
Wir kümmerten uns um das Geschenk und wenig später kam auch Tiberius gemeinsam mit einer SMS von Volrath aka Rene, er sei beinahe da. Als er eine gute Weile später immer noch nicht auftauchte kontaktierten wir ihn erneut und erfuhren er sei zur falschen Buchhandlung gefahren. Es war allerdings inzwischen fast eine halbe Stunde vor Beginn der Lesung, und bis dahin mussten die vorbestellten Karten abgeholt werden. Also gab sich Mona als Renes Freundin aus und wir holten seine Karte, nur kurz bevor er tatsächlich auftauchte. Jetzt fehlte nur noch Herr Holger, der sich eigentlich mit Snickerman treffen wollte, diese sich allerdings verpasst hatten.
Die restliche Zeit verbrachten wir damit uns mit den Menschen neben uns zu unterhalten (die sich alle im Starbucks nebenan Getränke geholt hatten), Videos zu drehen, uns schlechte Witze zu erzählen, meine Oma und ihre Freundin zu begrüßen und endlich auch Herr Holger bei uns begrüßen zu können.

Sarah wurde von einer Dame zur Bühne geleitet, die auch nach der Lesung etwas Bodyguard mäßig an ihrer Seite bleib. Auf dem Podest angekommen stand sie erstmal ein bisschen verlegen während des Applauses herum. Sie trug ein leichtes Sommerkleid und braune gepolsterte Stiefel. Jede andere hätte ich für diese Kombination vermutlich geschlagen.
Wir indessen saßen mit Sonnenbrillen und Mützen in der 1. Reihe. Es war jedoch sehr warm, nicht nur Sarah, auch uns, so dass wir die Mützen nach einiger Zeit wieder auszogen.
Sarah erklärte dass dies tatsächlich eine Lesung sei, ohne die Interaktion mit dem Publikum, wie bei den vorherigen Lesetouren. So war es dann auch. Sarah Kuttner lass aus ihrem Buch Mängelexemplar. Allerdings selbstverständlich nicht, ohne mehrere Bemerkungen zwischendurch zu erzählen. Beispielsweise von ihrem Kontakt mit Susanne Höhn, der Stimme des im Buches beschriebenen autogenem Training, die das Buch zufällig gelesen und Sarah danach angeschrieben hatte. Die beiden hatten sich dann allerdings doch ganz gut verstanden.
Auch interessant war die Anmerkung das Mängelexemplar ins Holländische übersetzt würde. Sarah fragte das Publikum, wer den unserer Meinung nach Bushido, evtl. auch auf internationaler Ebene entsprechen würde. Ich befürchte auf holländisch wird es nun dank mir 50 Cent.
Ich saß nun mal ca. 1m vor Sarah, so dass diese alles hörte, was ich in normaler Lautstärke sagte und auch mitkam, als mir Mona erzählte sie habe heute auf das Mittagessen in der Schule verzichtet, da in diesem Zwiebeln waren und sie heute nicht stinken wolle. Daraufhin bat Sarah Mona Kaugummis sowie eins ihrer Getränke an, dass diese ablehnte.
Gelesen wurden einige Teile des Buches, die so in der Reihenfolge durchaus Sinn ergaben. Ich fühle mich sehr an das Hörbuch erinnert.
Nach der Lesung durften Fragen gestellt werden. Die meisten waren Dinge, die mensch durchaus aus Interviews wissen konnte, hätte mensch ein solches einmal gelesen. „Wie lang hast du für das schreiben gebraucht?“ „Siehst du dich als Autorin oder als Moderatorin?“ „Wie viel von dir ist in Caro?“ etc.

Nach der Lesung musste Sarah selbstverständlich rauchen und gab danach Autogramme. Als ich meiner Oma und ihrer Freundin erklärte, dass dies noch etwas länger dauern könnte da wir noch ein gemeinsames Bild machen wollten, stellten diese sich erstmal angesäuert vor die Tür. Ich stellte mich in die Schlange. Nach einigen Minuten Wartezeit bekamen wir unsere Autogramme. Ich ließ Buch wie Hörbuch signieren. Und wir überreichten dass Geschenk, dass Sarah freudestrahlend entgegen nahm. Und wir machten ein gemeinsames Foto.
Da ich meine Oma und ihre Freundin nicht länger warten lassen wollte, ging ich relativ schnell und wir fuhren nach Essen. Wir trafen die anderen noch einmal kurz am Bahnhof.

Es war ein sehr schöner Abend, eine sehr schöne Lesung. Auch weil ich mit allen lieben Forumsmenschen dort war. :)

Dieser Bericht verzichtet bewusst auf die Erklärung des Inhaltes des Buch, so wie die Antworten auf einige Fragen, da die Autorin davon ausgeht, dass er nur von Menschen gelesen wird die mit diesen Informationen vertraut sind. Sollten diese Informationen trotzdem gewünscht werden, bitte ich um ein Kommentar und sie werden gegeben.

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