Montag, 24. November 2008

10 Jahre Schandmaul

Hätt ich einen Pinsel zu zeichnen, was auf diese Bühne geschah.
Hätt ich eine Flöte zu spielen die Klänge, die wiedergeben was in dieser Zeit gespielt.
Hätt ich eine Feder zu schreiben die Worte, die Bericht erstatten von diesem Ereignis.
Doch weder Bilder, noch Klänge, noch Worte, können beschreiben was in jener Nacht an jenem Ort mit all diesen Menschen geschehen.

Ich leb jedoch frei dieses Leben
Frei meiner Worte wegen
Frei geh ich meinen Weg bis diese Zeit zuende ist.

Nun werd ich die Unöglichkeit versuchen, Dieses Konzert in Worten auch nur annähernd wiederzugeben.

Es war groß, es waren viele, es war schön, es war frei, es war unbeschreiblich und es war lang.

8.000 Menschen, die aus ganz Deutschland, teilweise mit Bussen kamen. Wieder faszinierend wie unterschiedlich die Besucher eines Schandmaul-Konzertes sind.
Kinder, alte Menschen, mittelalterlich Gekleidete, Punks, Gothiks, Familien.
Das Publikum stand umso weiter man nach vorne kam und umso länger das Konzert dauerte immer lockerer. Der Bereich vor der Kamera war abgesperrt und somit das Publikum in 2 Teile geteilt.

Schandmaul vollbrachten auf der Bühne über 3 Stunden lang ein Meisterwerk. Über 30 gespielte Stücke. Von ganz alten bis zu Stücken von Anderswelt.
Die Geschichte über Sigfrid, bestehend aus 3 Liedern, wurde am Stück gespielt. Ebenfalls wie ein wundervoller Akkustikblock.
Die Stücke von Anderswelt waren die mit der Wohl geringsten Resonanz aus dem Publikum, im Gegensatz zu den rießigen Kören, bei Pech und Schwefel, Leib und Seele und Narrenkönig.
Die Gastmusiker nahm man kaum wahr, aber das ist eher ein Zeichen dafür das sie das was sie spielen drauf hatten. Und sie Unterstützung auf diesem Konzert ist auf jedenfall sehr gut.
Man merkt kaum wie die Zeit vergeht. Nach 2 Stunden schaue ich zum ersten mal auf die Uhr. Und auch nach der 1. Zugabe bleibt das Publikum vordernd stehen, außer meinen Begleiterinnen. Schade das nach der 2. Zugabe ein so apruptes Ende kommt.

Wundervoll, dass Lied auf des man das ganze Konzert lang warten musste: Dein Anblick. Wieder eine fast größeren Ressonanz wie bei meinem letzten Konzert. Im Gegensatz zu Walpurgisnacht, was wohl an dem Termin der eben nicht der 30.April war lag. Vogelfrei blässt einem ebenso wie Herren der Winde entgeben und vermittelt das Gefühl dieser 2 Lieder ein weiteresmal vollkommen. Auch sehr schön, Sonnenstrahl, nicht allein weil es sowieso schön ist, sonern in besonderem Maße in diesem Moment schön. Feuertanz gewinnt im Zenith ein ganz neues Bild und Wolfsmensch bringt eine positiven Eindruck beim ersten Hören. Ein vom Publikum angebrachtes Happy Birthday war auch eine der coolsten Aktionen auf diesem Konzert. Und nicht vergessen: Gebt acht!

Der letzte Tanz ist so zart wie die Rose

Für mich kam bei diesem Konzert ein Gefühl von Freiheitan, dass einen tiefen Eindruck hinterließ.

Konzert im nächsten Jahr auf DVD erhältlich.


Setlist:

Vor der Schlacht
Kein Weg zu weit
Wolfsmensch
Der Hofnarr
Missgeschick
Leb!
Lichtblick
Die letzte Tröte/Mitgift
Anderswelt
Königin
Die goldene Kette
Drachen-Medley
Der junge Siegfried
Drachtentöter
Krieger

Das Mädchen und der Tod
Geisterschiff
Kalte Spuren
Vogelfrei
Trinklied
Der Kurier
Drei Lieder
Die Braut
Teufelsweib
Sonnenstrahl
Das Tuch
Gebt Acht!
Herren der Winde
Frei
Walpurgisnacht
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Sturmnacht
Das Seemannsgrab
Prinzessin
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Feuertanz
Der letzte Tanz
Willst du
Denk an mich
Dein Anblick

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