Sonntag, 10. August 2008

Berlin'08: Freitag

Am nächsten Morgen wachte ich um ca. 8Uhr neben Legolas auf, es war kalt – und es regnete. Da ich auf der zum Innenraum des Zeltes lag, hatte Legolas die Kälte abgehalten. Der Regen war trotzdem da. Wir standen trotzdem auf und liefen zum Gelände. Legolas hatte ja auch noch seine Infoscout Schicht und ein weiteres Briefing.
Der vordere Teil des Zeltplatzes mit der geteerten Fläche stand unter Wasser und auch einige Zelte waren nicht ganz unbetroffen. Dort traffen wir auch Martin Gross. Gut, fragen wir ihn mal wen mensch fragen muss, wenn mensch seine Veranstaltung verschieben muss. Wie ich ja frühzeitig erfuhr konnte der Herr Vorstitzende, Jakob Hahn, nun doch nicht rechtzeitig am Freitag um 18.00Uhr da sein. Martin hatte wenig Zeit, aber was wir (außer der erfragten Info) von ihm erfuhren: Alle Zelte waren selbstverständlich ohne Stromanschluss. „Die einzigen, die sich Strom abzweigen, ist die JP.“ Und was macht das msb, dann? „Und das msb schließt nen Biemer und schaut Filme an der Zeltdecke.“ Darüber hatten sich offenbar einige Mädchen beschwert und der Martin musste das klären.
Das Frühstück war ähnlich ekelhaft wie die anderen Mahlzeiten, aber wenigsten war es möglich sich vegetarisch zu ernähren. Legolas verzog sich zum Briefing und ich erklärte den Menschen am Orga-Schalter, dass Problem mit meinem Referenten. Dort meinten sie ich solle soch später nochmal vorbei kommen und fragen, wo wir eingeteilt seien. Dannach setzte ich mich auf den oberen Treppenabsatz des FEZ und studierte weiter das Programm, was ohne Legolas wesentlich schneller ging, bis eine Veranstaltung anfing, die ich besuchen wollte. Diese fand allerdings nicht statt, da die Organisatoren mit der seh coolen Aktion beschäftigt waren, schwarz angezogen auf der Treppe im FEZ zu stehen und die Menschen die diese Treppe beutzten wollten zu filmen und ihnen den Weg zu versprerren. Ein weitere Programmpunkt, den uns am Donnerstag, deshalb aufgefallen war, da die Beschreibung so klang, als wären die Veranstallter dafür Homo-/...sexuelle auszugrenzen. Da diese ebenfalls nicht stattfand konnte ich mich leider auch nicht mit ihnen darüber unterhalten und setzt mich wieder ins FEZ um das Programm weiter zu studieren. Spitzenmäßiger Weise erreichte mich auch noch die SMS, dass der Herr Beisitzer, Florian Sperk, ebenfalls nicht rechtzeitig zu seinem Vortrag da sein konnte. Deshalb begab ich mich erneut zu dem Schalter, um ihnen dies mitzuteilen und zu fragen, was aus dem DiFo 'Wählen ab 0?' werden würde. Das einzige erfreulich, während ich an dem Schalter stand war, Alf Thum: „Schaut mich nicht an! Ich sehe nach Zeitung aus!“
Um einen Ort für das DiFo zu finden und da ich sonst nichts zu tun hatte, statte ich dem GJ-Zelt einen Besuch ab, lief etwas verplant zwischen GJ-Zelt, LSVen und SVB-Zelten und Schalter hin und her, lernte GJler kennen und schrieb mit dem Jakob SMS. Am Ende war immerhin klar das Flos Vortrag am nächsten Tag stattfand. Vom Jakob kam auf die SMS keine Antwort, die letzte Lebenzeichen von ihm hatte ich beim Telefonat am Orga-Schalter.
Das alles wirkte sich nicht gut auf meinen psychischen Zustand aus. Nach einigem weiteren herumlaufen und Versuchen mich zu beruhigen, lief ich schließlich zum SVB-Zelt um 'meinen' Infoscout um Hilfe zu bitten, was allerdings wenig hilfreich war. Da SV-Menschen die sich natürlich gerne um SVB und LSV-Stände versammeln, aber sehr crazy und spielsüchtig sind, war der Ausflug an dieses Eck des Geländes nicht ganz sinnfrei. Funky Chicken spielen ist nämlich hilfreich! :)
Irgendwann war ich mit Legolas und Vroni Essen bzw. Legolas und Vroni beim Essen zuschauen. Rene treffen hatte nicht geklappt, da er auch Schichten hatte und das nicht mit Legolas Schichten zusammen gepasst hat. Während wir friedlich beim essen saßen kam der Herr Finazer, Martin, vorbei. Er wurde von einem bekannten mit ins Crew-Catering bebracht. Legolas hatte dannach SVB-Zelt-Schicht mit Katrin und einem weiteren bayerischen SV-Berater-Menschen. Ich verbrachte den größtenteil der Zeit damit verplant und fertig auf dem Gelände und durch das FEZ zu laufen, wodurch ich den vorderen Teil des Geländes auch relativ gut dannach kannte. Einmal umarmte ich dann noch den Lukas.
Im Laufe des Tages wurde ich noch 2x von Legolas in einen JDJL Workshop mitgenommen. Der eine über die Sinnfreiheit des 2-gliedrigen Schulsystems, bei dem wir Teile des Bandwettbewerbs mitbekommen und einen über Migration in der EU.
Während dem ganzen Festival saßen generell viel LSV-Meschen am msb-Stand, der auch zu einer Art Treffpunkt wurde. Die Einzigen die nicht so oft am msb-Stand waren, waren die msbler. Dank nicht vorhandener und nicht eigehaltener Schicktpläne und am Ende waren alle böse aufeinander. Zum Glück war ich nicht für das msb da.
Gegen 18.00Uhr war die Prämiere des Proagandavideos der FDÄ angesetzt. Natürlich mit GAU-Leiterin Klara Wurzel und vielen anderen FDÄ-Menschen im Anzug, da später noch einige Interview auf der Hauptbühne hatten. Der einzige der zu spät kam, war der Füherer. Der Vorteil davon war, dass auch Legolas noch rechtzeitig kam. Alf kam mit einer halben Stunde Verspätung, während Miss Platnum bereits angefangen hatte. Alfs Ansprache war kurz, aber wie mensch Alf kennt auch sehr cool. „Und ich kann die Band leider auch nicht abstellen.“
Mit dem Plan um 20.00Uhr wieder zum FDÄ-Interview an der Bühne zu sein gingen ich und Legolas duschen. Im Zelt waren unsere Sachen, nicht da wo wir sie am morgen hinterlassen hatte. Nach kurzen suchen und aufregen fanden wir sie jedoch wieder, zogen allerdings in das andere LSV-Zelt um. Dort kam eine nette Polizeikontrolle vorbei und fragte uns, ob wir Drogen dabei hätten. „Alkohol und Zigaretten.“ „Nein, Drogen?“ Wie das normalerweise so ist, wenn ein Mädchen und ein Junge duschen gehen braucht der Junge dann auch doppelt so lang, wie das Mädchen(1/2h).
Ich war wieder so auf dem Gelände das ich akkustisch noch den Rest von Culcha Candele vom msb-Stand aus mitbekam. Dort traf ich auf den Martin, der zwischendrin mal so getan hatte als sei er AA-Mensch und war am V.I.P. Bereich Eingans Kontrolle. "Und wer dind Sie? - Kennen sie mich nicht? Ich bin Miss Platnum! - Angenehm Martin Gross." Nach dem Konzert war die Liesa mal wieder verschwunden. Sobald sie gefunden war, wurde sie berühigt. Tschüss LSV-Menschen. Und Tanzen gehen mit SVB Menschen. Im Party-Zelt auch noch den Kenji treffen. (Der Kenji hatte in Berlin auch 'intressante' sexuelle Kontakte.)
Dannach auf dem Capm, im vordersten Zelt malwieder alle LSV-People und den Marc treffen, die dort den 'Berlin08-Song' entworfen hatte und sangen. Um etwa 2Uhr war ich dann im Bett. Es war kalt. So kalt, dass ich kaum schlief. 2 Stunden später weckte mich Legolas aus meinem Halbschlaf. In meinem Halbwachzustand bekam ich immerhin so viel mit, dass seine Hand kalt war. Trotzdem war die Kälte mit was zum drankuschel auf der einen Seite erträglicher.

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